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Steuerberater und Email: Zwei Welten treffen aufeinander!

Mich beschleicht ja immer ein ungutes Gefühl, wenn Ärzte, Rechtsanwälte oder Steuerberater Email benutzen. Weil die wenigsten überhaupt von der Notwendigkeit wissen, dass vertrauliche Informationen über das Internet (und damit per Email) nur verschlüsselt übertragen werden sollten.

Den Vogel hat jetzt mein Steuerberater abgeschossen: Anscheinend dachte man sich dort, ein regelmäßiges Informationsheftchen, dass bisher immer per normaler Post verschickt wurde, nur noch per Email als PDF zu versenden um Kosten zu sparen. Im Prinzip durchaus löblich, falls diese Kosteneinsparung für mich zu Preissenkungen der Steuerberatergebühren führen würde (und nicht nur zu einem neuen Porsche für meinen Steuerberater).

Also hat man eine Email geschrieben an alle Kunden (zumindest die, die Email haben), und das PDF angehängt. Und weil man das anscheinend bei Emails immer so macht, wurden die Empfänger alle brav in das "To:" (Empfängerfeld) geschrieben. Damit kann jeder Empfänger die Email-Adressen aller anderen Empfänger sehen! Und damit hat jeder Empfänger praktisch die Kundenliste.

Zuerst habe ich mich darüber sehr geärgert. Denn unabhängig von der tatsächlichen rechtlichen Situation ist der "gefühlte" Vertrauensbruch und Rechtsverstoß sehr hoch. Von meinem Steuerberater erwarte ich höchste Vertraulichkeit und Diskretion. Aber nicht, dass er seine Kundenliste (und damit Informationen über mich) per Email in alle Welt hinausposaunt.

Aber dann überlegte ich mir, dass jedes schlechte Ding auch eine gute Seite haben kann. Daher:

Es gibt doch bestimmt Steuerberater in Dortmund, die Interesse an der Kundenliste einer durchaus etablierten Dortmunder Steuerberater- und Wirtschaftsprüfungsfirma haben.

Bei ernstgemeinten Kaufabsichten bitte dazu ein Preisangebot an mich senden.


Geschrieben von af in IT Security am: Dienstag, 12. August 2008
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Kommentare
  • Ralf Albert Dienstag, 12. August 2008, 20:32 Uhr
    Wie viele Adressen stehen denn im To:-Feld? Kann dein Steuerberater die 1266 Adressen aus diesen Beitrag toppen?
  • Ralf Albert Dienstag, 12. August 2008, 20:33 Uhr
    Nachtrag: diesen = wirres.net/article/articleview/4956/1/6/

    Warum werden hier harmlose Links diskriminiert? Sauerei! ;)
  • Andreas Mittwoch, 13. August 2008, 08:15 Uhr
    Nein, beim Steuerberater sind es weniger Adressen, aber durchaus auch interessante Firmennamen dabei.

    Bisher hat sich von jenen auch noch niemand den "Spass" gemacht, einen Group-Reply an Alle zu machen.

    Zu Links im Kommentartext: Die müssen manuell von mir freigegeben werden. Das ist vielleicht etwas restriktiv, sorgt aber für ruhigen Schlaf beim Blogbetreiber. :-)


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