INS-ecommerce

Ruhr hoch n TeamworkCapital - spätestens 2030 soll es funktionieren

Einige Leute haben ja daran gezweifelt, ob der Slogan "Ruhr hoch n TeamworkCapital" wirklich ernst gemeint war, oder nur eine "virale Idee" sei um den neuen Slogan bekannt zu machen. Jetzt ist es raus: Ja, das war und ist ernst gemeint.

Uns wie es jetzt so schön heisst, soll es nun ein "Place-Branding-Ruhr" (ich verkneif mir dazu Wortspiele) geben zu dem anscheinend auch gehört, zum Ruhrgebiet nicht mehr "Ruhrgebiet" zu sagen sondern "Ruhr". Der "Initiativkreis Ruhrgebiet" geht dabei mit "gutem" Beispiel voran und heisst ab sofort "Initiativkreis Ruhr".

Um dem ganzen etwas positives abzugewinnen: Man kann das Logo (ohne den Schriftzug Ruhr hoch TeamWorkCapital) ja verwenden (Privatleute und kleinen Firmen sollen das anscheinend kostenlos machen dürfen) und schreibt daneben einfach den Text, den man möchte (z.B. Ruhr 2010 oder Kulturhauptstadt). Und dann hätte man auch keine Probleme mehr mit dem Kulturhauptstadt Ruhr2010-Logo :-)

Die Erklärungen zu den Hintergründen, die von der Agentur Grey vorgebracht werden, klingen so, als wenn da in den letzten Tagen noch schnell Praktikanten durch diverse Foren, Blogs und Kommentare gegangen wären, um dort alle Kritikpunkte aufzusammeln und in die eigenen Erklärungen einzubauen - schlüssiger wird es dadurch aber kaum, und die vielen Kritikpunkte werden dadurch auch nicht wirklich entkräftet.

Zu der fehlenden Akzeptanz gibt man sich gelassen. Wenn es nicht heute funktioniert, sei es nicht schlimm. Denn spätestens 2030 solle es funktionieren.

Wie war das noch mit den Bäumen und der grünen Farbe?


Geschrieben von af in Ceterum am: Donnerstag, 13. März 2008
Permalink

Tags: , , , ,

Diesen Beitrag bei folgenden Diensten bookmarken:
del.icio.us - Digg it - Mister Wong - Technorati - Ruhr.com Suchmaschine

Kommentare
  • blog.50hz.de Donnerstag, 13. März 2008, 23:03 Uhr
    Ruhr hoch n: Ja, es ist gut Zumindest viel besser als erwartet. Da kann ich mich dem Ruhrbaron Stefan Laurin nur anschließen. Einige meiner wesentlichen Kritikpunkte werden durch die Bildsprache entkräftet. So angeordnet wirkt der Slogan nicht mehr lang und holperig. Bi...
  • Luclog Freitag, 14. März 2008, 15:54 Uhr
    Konstruktives Stadtmarketing Wenn man etwas richtig gut machen will muss man manchmal auch in Kauf nehmen, daß es viele Leute vor den Kopf stößt. Und das Problem des Ruhrgebiets ist die Politik der vielen Kirchtürme. Es gäbe natürlich einen Weg das...

Nächster Artikel: Ruhrn und die Angst vor der Maus

Vorheriger Artikel: Ruhrgebiet: Wir können alles ausser Marketing