INS-ecommerce

Polizei stellt vertrauliche Protokolle ins Internet

Laut Heise hat die Polizei bis heute vermutlich über mehrere Wochen lang unbemerkt Einsatzprotokolle mit vertraulichen und schützenswerten Daten wie Anschrift der kontrollierten Personen, Funde, Verstösse, KFZ-Kennzeichen, Vorstrafen u.a. für jeden öffentlich zugänglich auf ihrem Webportal abgelegt.

Laut Heise wird der Vorfall vom Wiesbadener Innenministerium noch untersucht, "doch derzeit deute einiges darauf hin, dass ein Beamter versehentlich den falschen Knopf gedrückt habe".

Wenn es wirklich so einfach sein sollte, durch einen "falschen Knopfdruck" Daten statt statt ins Intranet ins Internet zu stellen, wäre es zwar menschliches Versagen, die eigentliche Schuld läge dann aber in dem Portal und dessen Implementation, welches diese Vertauschung zulässt.

Meiner Meinung nach ein Beispiel dafür, dass interne vertrauliche Daten eines Intranets und die für das Internet bestimmten öffentlichen Daten sauber getrennt, am besten in unterschiedlichen Systemen (intern: Portal, extern: Web-CMS), sein sollten.


Geschrieben von af in News am: Dienstag, 16. Januar 2007
Permalink

Tags: , , , ,

Diesen Beitrag bei folgenden Diensten bookmarken:
del.icio.us - Digg it - Mister Wong - Technorati - Ruhr.com Suchmaschine

Kommentare
  • HeiseLeser Dienstag, 16. Januar 2007, 15:14 Uhr
    aus dem Heise-Kommentar.

    Kein wunder, bei solch einem CMS...

    Zitate aus der Portal-Herstellerwerbung/info:

    Die Harmonisierung des hessenweiten Mitarbeiterportals und des Internetauftritts der Hessischen Polizei einschließlich der nach geordneten Dienststellen ist eine grundlegende E-Government Infrastrukturmaßnahme des Bundeslandes Hessen.
    ...
    ...Die Kommunikations-Plattformen der 12 Polizeibehörden und
    Einrichtungen sind aus einem zentralen System heraus zu verwalten.
    ...
    Gleichzeitig ist die Informations- und Servicequaltiät durch
    "schnellen Content" grundlegend verbessert worden.
    ...
    (Ende Zitat)

    Vielleicht war der Content ja zu schnell?


Nächster Artikel: Ecommerce wie er nicht sein sollte

Vorheriger Artikel: Crowdsourcing: Vom Stundenlöhner zum Minutenlöhner