INS-ecommerce

Angst beim Online-Shopping: 60% Abbruchquote in Europa

Laut einer Studie von TNS Research im Auftrag von Verisign haben 60% aller Online-Kunden schon einmal eine Bestellung abgebrochen, weil sie bei der besuchten Website das Gefühl der Sicherheit vermisst haben. Laut der von Verisign in Auftrag gegebenen Studie hätten Kunden mehr Vertrauen in Shops, die eine Arti "Vertrauens-Siegel" besitzen. Welch ein glücklicher Zufall, daß Verisign genau so etwas anbietet und in Zukunft ausbauen will.

Ach ja, und weil "zwei von drei Online-Kunden haben irgendwann mal eine Bestellung wegen mangelndem Vertrauen abgebrochen" anscheinend zu wenig spektakulär klingt, wurde bei tecChannel daraus: "Demnach brechen über 60 Prozent aller Shopper ihre Geschäfte vorzeitig wegen Sicherheitsbedenken ab", und ein Printmedium machte daraus die reisserische "60 Prozent Abbruchquote".

Ungeachtet dieser Studie ist es für einen Shop selbstverständlich sehr wichtig, daß der Online-Kunde Vertrauen in den Shop und dessen Betreiber besitzt.

Wenn der Kunde jedoch schon im Bestellvorgang ist, hat er den Betreiber schon als "vorläufig Vertrauenswürdig" eingestuft und ab diesem Moment sind weniger irgendwelche echten oder scheinbaren "Siegel" wichtig (im Gegensatz dazu, wie es die Studie andeutet), sondern vielmehr eine Ergonomie der Benutzerführung, bei der ein Kunde über den gesamten einfachen Bestellvorgang lückenlos informiert ist und immer genau vor jedem Bestellschritt über die Konsequenzen und Möglichkeiten Bescheid weiss.



Geschrieben von af in Ecommerce am: Samstag, 2. Dezember 2006
Permalink

Tags: , , , ,

Diesen Beitrag bei folgenden Diensten bookmarken:
del.icio.us - Digg it - Mister Wong - Technorati - Ruhr.com Suchmaschine

Kommentare
  • sven Sonntag, 3. Dezember 2006, 15:51 Uhr
    "jeder dritte Online-Kunde ..."

    (Klugscheißermodus): Das sind 33% und nicht 60% ...

    Du wolltest "2 von 3 Kunden" schreiben?

    Bei TeccChannel steht es übrigens im Text wieder richtig:
    "Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass über 60 Prozent aller Online-Kunden in Europa eine Bestellung abgebrochen haben..."

    Das Problem ist übrigens nicht zwingend mangelndes Vertrauen nur in den Shop an sich. Man klar oft sehr gut erkennen, dass die Kunden zwar den Warenkorb auschecken, aber bei der Bezahlung dann Angst bekommen weil sie sich nicht trauen, ihre Kreditkartendaten (oder Bankdaten) per Internet zu versenden - Dank Akte 06 und Co. wissen wir ja auch, wie gefährlich das alles ist.

    Ich war mal an einer E-Commerce Lösung beteiligt, bei der Kunde die Möglichkeit hatte, Online zu bestellen und beim Laden vor Ort zu bezahlen. Das hatte enormen Erfolg (weit mehr, als vom Anbieter selber angenommen), da die Kunden hier die oben erwähnte Hürde nicht mehr hatten.

    BTW: Shop Gütesiegel sind toll. Darum gibt es auch ungefähr 500 davon ...
  • Andreas Sonntag, 3. Dezember 2006, 17:42 Uhr
    Danke Sven für die Info, den Fehler habe ich im Artikel jetzt korrigiert.

    Die Gründe, warum ein Kunde in der Bestellung/beim Auschecken abbricht, können vielfältig sein. Manchmal ist es sogar nur eine Un-Ergonomische Kleinigkeit, die schnell behoben werden kann, wenn man es weiss. Deswegen halte ich ein vernünftiges Webcontrolling für professionelle Online-Shops für zwingend.


Nächster Artikel: Emotionale Bindung im B2B wichtiger als angenommen

Vorheriger Artikel: Youtube: Das Fernsehen von heute?