INS-ecommerce

Sicherheitsrisiko Windows-Update und der Bundestrojaner

Wie ich ja schon einmal im Artikel "Vista-Security, die NSA und der Bundes-Trojaner" schrieb, hat sich Microsoft anscheinend von der NSA bei der Windows Vista Security helfen lassen.

Ich fragte mich in dem Artikel bereits, welche nur den Bundesbehörden bekannten Sicherheitslücken denn wohl verwendet werden sollten, um den sogenannten "Bundestrojaner", den auch Herr Schäuble so gerne hätte, unbemerkt auf Rechnern einzuschleusen.

Die Antwort lautet nun: Die Sicherheitslücke ist das "Windows Update" selbst.

Wie jetzt in einem Artikel der Information Week bekannt wurde, hat Microsoft in den letzten Wochen auf Windows XP und Windows Vista Rechnern Software automatisch und heimlich im Hintergrund installiert, obwohl die automatischen Softwareupdates auf den Rechnern ausgeschaltet waren und ohne die Anwender davon zu informieren.

Microsoft versucht sich nun damit herauszureden, dass es sich um wichtige Updates gehandelt haben soll, die unbedingt hätten installiert werden müssen, auch gegen den Willen der User.

Auch ginge es ja nur um das Update des "Windows Update" Programmes selbst, das können man als User sowieso nicht deaktivieren, so ein Microsoft Mitarbeiter.

Auf jedenfall ein prima Weg und eine funktionierende Hintertür um Schäubles Bundestrojaner auf Windows XP und Windows Vista Rechnern zu installieren. Denn ein Bundestrojaner gilt ja sicherlich auch als "wichtiges Programm", über dessen Installation gegen seinen Willen der User nicht zu informieren ist.


Geschrieben von af in IT Security am: Montag, 17. September 2007
Permalink

Tags: , , , , , ,

Diesen Beitrag bei folgenden Diensten bookmarken:
del.icio.us - Digg it - Mister Wong - Technorati - Ruhr.com Suchmaschine

Kommentare
  • blogdoch.net - jetzt wird zurückgeblogt Montag, 17. September 2007, 22:58 Uhr
    Goldenes IM-Logo für Microsoft Nicht genug damit, daß Microsoft sich wettbewerbswidrig verhält, wie der EU-Gerichtshof erster Instanz erkannt hat; entgeg...

Nächster Artikel: Unstrukturierte Daten: Die neue Herausforderung

Vorheriger Artikel: HotSpotRuhr: Ein lohnendes Geschäftsmodell?