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Google Bestrafung Variante A (Werbeblogger)

Den Werbeblogger hat es erwischt. Er ist bei Google komplett aus dem Index rausgeflogen. Nach anfänglicher Ratlosigkeit bekam man den Grund dafür von Google mitgeteilt:
Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt: verborgene Links


Bei verborgenen Links handelt es sich um Links auf andere Seiten, die zwar im HTML-Code der Seite stehen (und somit für Google relevant sind), die aber durch spezielle Techniken (z.B. weisse Schrift auf weissem Hintergrund, Positionierung ausserhalb des sichtbaren Bereiches) für den (menschlichen) Besucher nicht sichtbar sind. Damit wird meist versucht, Positionen im Google-Index zu manipulieren.

Das mag Google überhaupt nicht. Ein Geschäftskollege ist deswegen vor einem Jahr schon mal für 4 Wochen temporär aus dem Index geflogen.

Doch beim Werbeblogger ist man sich keiner Schuld bewusst Black-Hat SEO-Techniken angewendet zu haben. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass ein Einbrecher von Aussen Lücken des verwendeten Wordpress Systems ausgenutzt hatte, um seinen eigenen HTML-Code, mit den betreffenden versteckten Links, auf die Seiten zu schleusen.

Glück im Unglück! So bedauerlich der Rausflug aus dem Google-Index für den Werbeblogger auch sein mag, so kann man trotzdem noch von Glück im Unglück sprechen. Denn der Eindringling hätte nicht nur ein paar SEO-Spam Links auf den Seiten hinterlassen können, sondern auch Code um Cross-Site-Scripting und Javascipt Man-in-the-Middle Attacken gegen die Besucher und andere Websites durchzuführen.

Es ist ein Trugschluss, dass eine einfach zu bedienende Software automatisch auch sicher ist.

Jede Software hat Fehler. Und wer eine Internet-Anwendung (wie z.B. Wordpress) betreibt, braucht ein gewisses technisches Grundverständnis, um diese abzusichern und auf dem neuesten technischen Stand zu halten. Oder sollte diese Verantwortung delegieren. Alles andere ist Leichtsinn, der sich irgendwann rächen wird.

Mein Fazit: Der Rauswurf aus dem Google-Index erfolgte zu recht. Vermutlich wurde dadurch sogar schlimmeres verhindert.



Geschrieben von af in IT Security am: Donnerstag, 25. Oktober 2007
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