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Ecommerce: Trotz Platz 1 bei Google nicht mehr Erfolg?

Ist man automatisch erfolgreich, wenn man seine Ecommerce Webseiten auf ein konkretes Keyword optimiert hat und es dann irgendwann endlich stabil auf Platz 1 der Suchergebnisse von Google geschafft hat?

Das zumindest dachten die Möbelmacher in ihrem Blog:
Zwei Jahre Arbeit an Hompepage und im Weblog mit einer Hoffnung: wenn wir erst mal auf Platz eins sind, kommen so viele Anfragen, dass wir uns nicht mehr retten können.

... und stellten dann fest, dass es aber nicht so ist:
Weit gefehlt. Wir haben genug Anfragen, aber eigentlich nicht mehr als früher. Wir können uns nicht ausruhen, sondern müssen weiterrödeln, was ja kein Problem ist, aber die Hoffnung war halt so groß.


Ist eine gute Platzierung bei Google jetzt also unwichtig, weil sie sowieso nichts bringt?

Natürlich nicht. Viel eher liegt die Vermutung nahe, dass der Vorteil einer guten Platzierung bei Google durch Fehler in anderen Bereichen wieder zunichte gemacht wurde. Eine erfolgreiche Ecommerce-Website ist (abgesehen von Anfangserfolgen oder Zufallstreffern) meist das Ergebnis von mehreren sich ergänzenden Massnahmen.

Auswahl der richtigen Keywords

Der Köder muss den Fisch anlocken, braucht aber nicht dem Angler schmecken. Wonach und wie suchen die potentiellen Kunden? Welche Keywords und Keywordkombinationen verwenden sie? Es ist unwichtig, mit einem Keyword auf Platz 1 zu stehen, wenn die meisten potentiellen Kunden dieses bei ihrer Suche gar nicht benutzen. Je besser man die hier das Verhalten und die Bedürfnisse der eigenen Kunden versteht, desto besser die Keywords. Teil dieser Keyword Recherche ist natürlich auch eine Mitbewerbsanalyse.

Optimierung auf die festgelegten Keywords

Das hat anscheinend geklappt, sonst ständen sie nicht auf Platz 1 bei Google.

Webdesign und Website

Man hat es geschafft. Es kommen jetzt viele Besucher von Google, die nach den gewünschten Begriffen suchen und damit ein bestimmtes Bedürfnis mitteilen. Also muss die Website dieses Bedürfnis, diese Erwartung, so weit erfüllen, dass der Besucher das Gefühl bekommt, die richtige Website gefunden zu haben. Sonst ist der Besucher mit dem nächsten Klick wieder weg. Ergonomie und Besuchererlebniswert sind hier relevante Stichworte. Durch das Webdesign und die Navigation muss der Kunde sich sofort zurechtfinden können und darf auch nicht abgestossen werden, sonst nimmt er die dargestellten Inhalte nicht oder nur sehr eingeschränkt war. Und ist schneller wieder weg als man möchte.

Die Inhalte: Informieren und Verkaufen gleichzeitig

Besucher mit konkreten Kaufabsichten sollen sanft in einen Verkaufstrichter geleitet werden, der sie langsam aber sicher zur gewünschten Aktion (Kontaktanfrage, Absenden einer Bestellung,....) hinführt. Besucher ohne konkrete Kaufabsicht dagegen wollen sich erst informieren. Für diese sind Informationen, auch Grundlageninformationen wichtig, die verschiedene Kombinationen, Materialen, Nutzungsmöglichkeiten allgemein erklären und miteinander verweben. Der Besucher darf auf keiner Seite in eine "Sackgasse" geraten und muss immer die Möglichkeit haben, sich über andere Details weiter zu informieren oder über konkrete Produkte wieder in den Verkaufsprozess / Verkaufstrichter zu gelangen.

Nachhaltige Optimierung durch Web-Analytics statt Blindflug

Eine Ecommerce-Website ist kein statisches sondern ein dynamisches Gebilde und Ergebnis regelmäßiger Optimierungen auf die Kunden- und Besucherbedürfnisse. Statt eines Blindfluges, bei dem man sich nach zwei Jahren Arbeit wundert, warum die Kontaktanfragen kaum mehr werden, sollte man zeitnah konkrete Zahlen und Messwerte haben, an denen man den Erfolg oder Misserfolg verschiedener Massnahmen ablesen kann. Deswegen geht kein Weg daran vorbei, ein professionelles Webcontrolling bzw. Webanalytics-Werkzeug einzusetzen.


Geschrieben von af in Ecommerce am: Dienstag, 11. September 2007
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