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Schreib doch mal was über die GEZ

Donnerstag bekam ich von einem nichtbloggenden Geschäftsfreund folgende Mail:
Hallo Andreas,
Du spielst doch gerne mit dem Feuer: Schreib im Blog doch mal was über die GEZ.
Die haben jemanden abgemahnt.
Freundliche Grüße

Tja, was soll ich aber nun über die GEZ schreiben? Dass ich das Verhalten der GEZ und auch die Abmahnung für ziemlich lächerlich halte? Dass mich solch ein Verhalten der GEZ nicht weiter verwundert, da sie meiner Meinung nach die Welt sowieso schon lange in zwei Gruppen einteilt, und zwar "Gute Menschen" (Brave kritiklose Gebührenzahler) und "böse Menschen" (Schwarzseher und Kritiker) ? Und dass die diversen Versuche der GEZ an Geld zu bekommen für mich an Skurrilität kaum noch zu überbieten sind? Und dass selbst Politiker inzwischen erkannt haben, dass die GEZ und das Prinzip GEZ großen Reformbedarf haben?

Das ist doch alles schon längst bekannt, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.

Oder soll ich mal wieder die Keule von Artikel 5 des Grundgesetzes (Meinungsfreiheit) herausholen und feststellen, dass meiner Meinung nach das Verhalten der GEZ gegen diesen Artikel des Grundgesetzes verstösst?

Oder sollte ich das Verhalten der GEZ wie folgt kommentieren? "Da scheint halt jemand bei der GEZ aufgewacht zu sein und hat festgestellt, welch schlechten Ruf die GEZ hat. Und jetzt versucht die GEZ (halt nein, es sind ja: Bayerischer Rundfunk, München Deutschlandradio, Köln Hessischer Rundfunk, Frankfurt Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig Norddeutscher Rundfunk, Hamburg Radio Bremen, Bremen Rundfunk Berlin-Brandenburg, Potsdam/Berlin Saarländischer Rundfunk, Saarbrücken Südwestrundfunk, Stuttgart Westdeutscher Rundfunk Köln, Köln Zweites Deutsches Fernsehen, Mainz - also die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten), den Ruf dadurch zu verbessern, dass alle "bösen" Begriffe aus der Umgangssprache getilgt werden."

Und sollte es mich wundern, dass die GEZ das mit der ihr ganz eigenen unfreiwilligen Komik macht? Und deswegen u.a. den Begriff "GEZ-Brief" (ein Brief, der von der GEZ kommt...) untersagen lassen will? Und dass sie versucht, die Gebühr, die mit ihr selbst als deren Eintreiberin verbunden ist, nicht mehr GEZ-Gebühr nennen zu lassen?

Und sollte ich dann schreiben, dass dieses Verhalten der GEZ für mich die letzten Zuckungen einer längst überholten behördenähnlichen Struktur sind, die in der letzten Minute versucht ihr schlechtes Image dadurch zu verbessern, dass sie sich vom schlechten Ruf der Gebühr, die fast jeder mit ihr verbindet (und deswegen GEZ-Gebühr nennt) versucht zu distanzieren?

Klar, das hätte ich alles schreiben können. Habe ich dann aber doch nicht.
Denn das Thema war mir schon zu ausgelutscht.


Geschrieben von af in Ceterum am: Samstag, 25. August 2007
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